MEGESHEIM

Die Gegend um Megesheim war vermutlich schon immer bewohnt. Ein Grund wird wohl der überaus fruchtbare Boden und die wildreichen Wälder gewesen sein, die hier Siedlungen entstehen ließen. Die ersten nachweisbaren Spuren stammen aus der Hallstatt-Zeit. Es wurden Gräber aus der Zeit um 1000 v. Chr. auf dem heutigem Gemeindegebiet von Megesheim gefunden.

 

Die nächste nachweisbare Epoche war die der Römer. Sie hinterließen uns schnurgerade Strassen und Wege. Der Verlauf der Römerstrasse durch den Bereich um das Dorf  ist bekannt, aber nicht mehr sichtbar. Römische Gebäude wie auch ein Kastell wurden gefunden und kartografiert. Die Fundstücke wie Münzen und Tonscherben kann man in den diversen Museen in der Umgebung sehen. Die Fundstellen sind im Laufe der Zeit, überwiegend während der Flurbereinigung, entfernt worden.

 

Nach den Römer kamen die Franken (Merowinger). In dieser Zeit ist vermutlich der Name des Dorfes entstanden. Heim des Megenwarth oder des Meginperath. Beide Namen wurden auf Urkunden erwähnt. In Megesheim wurde ein merowingischer Reihenfriedhof aus der Zeit um 540 n. Chr. gefunden. Die zahlreichen Grabbeigaben sind im Museum in Nördlingen zu bewundern. Die Größe des Begräbnisfeldes deutet auf eine Ortschaft hin.

 

Unter der Herrschaft des Karolinger Königs Arnulf  wurde Megesheim 893 .n. Chr.  zum erstem Mal urkundlich erwähnt. Es kam in der nachfolgenden Zeit zu diversen Berichten mit Namensnennungen wie Ober Megeshain, Obermögersheim, Merashen, Magerichesheim, Magrichsheim oder Magerihesheim. Ob es sich tatsächlich um Megesheim handelt, lässt sich nicht nachweisen.

 

Es folgen wilde Zeiten (1000 – 1420) in denen Megesheim zu verschiedenen Grafschaften gehört. Die Gerichtsbarkeit wechselte ständig. Mehrfach wurden Gehöfte in Megesheim urkundlich verschenkt, vermacht oder verpachtet. Die Erträge des Dorfes aufgeteilt. Einige Male wird darum gestritten.

1422 wird Megesheim der Grafschaft Oettingen zugesprochen.

1601 hat Megesheim 225 Einwohner.

1674 wurden die Oettinger Grafen fürstlich. Dabei wird im Zinsbuch
         festgehalten, dass Megesheim 98 Familien hat.

1707 Kirchenstuhlordnung:  82 Männerplätze, 125 Frauenplätze

1765 90 Güter und Untertanen als

                                                       31 fürstlich Oettingische
                                                       42 Deutschherrische
                                                       16 Eichstättische
                                                         1 Heilsbrunnischer

        Hier wurden offensichtlich die Frauen und Kinder nicht mitgezählt.

1803 Preussen übernimmt Megesheim

1806 Vom König von Preussen an Oettingen übergeben

1885 Volkszählung:    171 Haushalte
                                 672 Seelen
                                
624 Katholiken
                                  
48 Protestanten

 Heute hat Megesheim 890 Einwohner.

 

Genauer nachlesen lässt sich das Ganze in der Dorf- und Häuserchronik von Megesheim

 Lit.: Megesheim, wie’s einmal war, Herausgeber Gemeinde Megesheim
Gesamtherstellung: Druckerei und Verlag F. Steinmeier, Nördlingen